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Einvernehmliche Trennung verhandeln

Einvernehmliche Trennung vereinbaren: Das ist Verhandeln für Fortgeschrittene. Wenn es um Trennung geht, sind viele Emotionen im Spiel, die Entscheidung wird weit mehr von Gefühlen denn von rationalen Erwägungen beeinflusst.

Der Prozess ähnelt dem Verkaufen

Beide Seiten müssen zustimmen, anderenfalls kommt keine Vereinbarung zustande. Das Angebot von Arbeitgeberseite: der Aufhebungsvertrag mit seinen Bestandteilen, in der Regel mit einer Abfindung und Terminen versehen. Das Angebot von Arbeitnehmerseite: Ich verkaufe meinen Arbeitsplatz.

„Ich bin doch kein Verkäufer!“ entrüsten sich meine teilnehmenden Führungskräfte oft, wenn ich dies im Workshop Trennungskultur anmerke.

Nein, sind Sie vielleicht nicht. Doch wir können von erfolgreichen Verkäufern lernen.

Phasen vom Nein zum Ja

„Geben Sie mir eine halbe Million, dann bin ich weg!“

Wird schon im ersten Moment nach Geld gefragt, lassen Sie sich nicht täuschen! Das ist nicht Zeichen ernsthaften Interesses, eher versucht jemand, einen hohen Anker zu setzen. Hier handelt es sich möglicherweise um eine bekannte Verhandlungs-Technik, die noch nichts darüber aussagt, ob die Notwendigkeit einer Problemlösung akzeptiert ist, die Ernsthaftigkeit Ihres Ansinnens glaubhaft angekommen ist, ob eine Bereitschaft besteht, das Unternehmen freiwillig zu verlassen.

Gib den Gesprächspartnern Zeit, die Meinung zu ändern …

Entscheidungen unter Druck werden im Nachhinein angezweifelt, oft zu Recht. Ich halte das Einsetzen von Druck für einen Ausdruck von mangelndem Sachverstand oder Verkennung der Situation. Wer den eigenen Arbeitsplatzes aufgibt, trifft eine Entscheidung mit weitreichenden Konsequenzen. Diese wollen gründlich bedacht sein.

… aber lass sie während der Entscheidungsfindung nicht allein.

So empfehlen es VerkäuferInnen. Denn wer unter Anspannung ganz allein eine Klärung sucht, neigt dazu, sich primär mit Risiken zu beschäftigen. Insbesondere kurz vor der endgültigen Entscheidung bekommen dann Sorgen und Ängste sehr viel Raum und Gewicht. Dominieren sie am Schluss und sind Sie für ein Folge-Gespräch nicht erreichbar oder nicht glaubwürdig, ist das Nein gewiss.

Auch im Gespräch zur einvernehmlichen Trennung benötigen Sie gute Antworten auf kritische Fragen. Verkaufs-Profis nennen das Einwandbehandlung.

Zum Erfolg führt, Einwände zu erkennen und zu besprechen. Setzt voraus, dass ein einigermaßen vertrauensvolles Gespräch überhaupt möglich ist. (Druck, Tricks, Drohungen, Macht-Demos bewirken das Gegenteil). Nur wenn Sie verstehen, was Ihre Kundschaft jetzt beschäftigt, können Sie abschätzen, welcher Art der Einwand sein mag:

  • Belegt er ein Missverständnis: Sind Fakten und Zusammenhänge falsch verstanden worden, fehlen Informationen zum Beispiel über die Modalitäten der einvernehmlichen Trennung?
  • Handelt es sich um den Versuch der Ablenkung und in Wahrheit geht es um etwas ganz anderes?
  • Beschreibt der Einwand einen echten Nachteil?
  • Hat die Person eine bessere Alternative als das, was Sie vorschlagen?
  • Oder beherrscht nun einfach die Angst vor einer Fehlentscheidung das Denken und Fühlen?

Einvernehmliche Trennung erfordert beste Vorbereitung

Es ist wie bei jeder Verhandlung: Der Erfolg hängt, so sagen Profis, zu 90% von guter Vorbereitung ab.

Checkliste einvernehmliche Trennung
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Was bewegt diesen Menschen – was könnte ihn bewegen?

Gerade die einvernehmliche Trennung ist eine Verhandlung, die gut verlaufen kann, wenn sie interessenbasiert gesteuert wird. Das können Sie: Eruieren Sie vorab möglichst viele Informationen über Ihre Menschen und deren Situationen. Und sammeln Sie gewissenhaft während des gesamten Prozesses, den Sie nun gemeinsam durchlaufen.

In jeder Begegnung wird es neue Aspekte geben. Wer nicht zu sehr mit den eigenen Nerven und Gefühlen beschäftigt ist, kann sensibel auf Empfang gehen und mitschreiben. Wir verraten ständig etwas darüber, was uns gerade beschäftigt und was uns wichtig ist.

Immerzu geben wir Botschaften darüber, was wir gerne hätten und was wir meiden wollen. Hilfreich ist die WILL-MEIDEN-Matrix, die dem Harvard-Konzept entlehnt ist. Sogar die Person, die zu einem Termin nicht erscheint, gibt damit Antworten und Auskunft darüber, was sie meiden und was sie erreichen will. Natürlich sollten sie das von sich selbst auch wissen – spannend sind übrigens die Schnittmengen, das Gemeinsame: Was wollen beide Seiten erreichen, was wollen beide Seiten verhindern?

trennung-vorbereiten-will-meiden-interessen

Motive verändern sich

Im Laufe der Trennungsgespräche verändern sich Motive und Interessen. Manche sehr schnell, manche eher langsam. Das ist normal. Im Grunde wollen wir auch genau das erreichen: Wir wollen vom Nein zum Ja. Dazu benötigen wir gute, personen- und situationsangemessene Inhalte für die Gespräche und eben auch die passenden Zeiträume für gewünschte Veränderungen.

Wenn Sie Trennungen verhandeln,

können Sie vieles richtig machen. Mit der richtigen Vorbereitung und der passenden Denkweise.

Trennungskultur Training: Sie werden Antworten brauchen

Trennungsgespräche oft schlecht vorbereitet

Dann geschehen unnötige, leicht vermeidbare Fehler

Es gibt Abhilfe. Wer die Komplexität des Themas verstanden hat, wer die weitreichenden Folgen für die Menschen und für das Unternehmen kennt, nutzt Unterstützung zur professionellen Vorbereitung von Trennungs-Gesprächen.

Warum buchen mich meine Kundinnen und Kunden?
Weil sie die Führungskräfte – Top Manager und ihre Directs – Trennungsgespräche oft schlecht vorbereitet weiterlesen

Wenn Trennungen anstehen: Setzt Euch zusammen!

Trennungen, Aufhebungsvereinbarungen, Kündigungen, Personalabbau – wenn diese Aufgaben anstehen, wird geprüft, ob externe Unterstützung nützlich sein mag.  Oft sprechen mich Personaler an, seltener auch Mitglieder des Betriebsrats.

Bei Trennungen agieren Personalleitung, Betriebsrat, Führungskräfte und Top Management oft wie Eigenbrötler

Es sind zwar alle im Unternehmen berührt, doch die Idee, dass sich alle an einen Tisch setzen, wird meist schnell abgetan. Wenn Trennungen anstehen: Setzt Euch zusammen! weiterlesen

Betriebsrat im Trennungsgespräch

Wenn Sie als Betriebsrat im Trennungsgespräch sitzen, weil der zu verabschiedende Mitarbeiter Sie darum gebeten hat, dann zahlt sich Ihre gute Vorbereitung aus. Oder aber, im schlechten Fall, rächen sich alle Fehler, die Ihnen bislang unterlaufen sind.

Sie haben großen Einfluss

In diesem Gespräch prägen auch Sie den Verlauf. Auch Sie beeinflussen, ob Gekündigte bald wieder eine neue Arbeit finden können oder nicht. Betriebsrat im Trennungsgespräch weiterlesen

Trennungskultur und Trennungs-Gespräche FAQ

Trennungskultur und Trennungs-Gespräche, das sind keine geheimen Wissenschaften und auch keine Themen, die ausschließlich von Experten beleuchtet werden sollten. Der professionelle Umgang mit Trennungen ist viel mehr ein elementarer Bestandteil von Führungs- und Personalarbeit.

Und dennoch tauchen immer wieder ähnliche Fragestellungen auf, von denen ich einige hier kurz beleuchte. Vielleicht finden Sie sich (oder Ihre Leute) wieder, vielleicht mögen Sie mit mir Ihre sehr konkreten Fragen diskutieren? Oder Sie möchten, dass ich andere Fragen hier an dieser Stelle aufgreife? In beiden Fällen bitte hier anfunken.

Trennungskultur und Trennungs-Gespräche FAQ

Trennungsgespräche professionell führen – dazu braucht es Traute und Tools. Meinen Sie, dass es auch heute noch vielen Führungskräften, HR-Experten und Managern daran ermangelt? Trennungskultur und Trennungs-Gespräche FAQ weiterlesen

Führung: Wer Chef sein will, muss Trennung können

Führung heißt, auch Trennungskultur zu beherrschen und zu beherzigen

Im Rahmen von Mangement-Qualifizierungen, Workshops, Trainings, aber auch in Karriere-Beratungen und Coachings begegnete mir immer wieder die Ziel-Formulierung: Ich will etwas bewegen, ich möchte (m)eine Führungsrolle übernehmen und ausfüllen.

Was dabei meist nicht bedacht wurde: Wer führen will, muss auch Trennung können. Führung: Wer Chef sein will, muss Trennung können weiterlesen

Trennung durch Aufhebungsvertrag: Modalitäten verhandeln

„Trennung durch Aufhebungsvertrag? Dagegen ist Kündigen noch relativ einfach“ äußern Führungskräfte, wenn sie über das Verhandeln von Aufhebungsverträgen sprechen. Auch wenn Kündigungen bereits eine belastende Angelegenheit für alle Beteiligten darstellt – das Vereinbaren eines Aufhebungsvertrags ist die weit anspruchsvollere Aufgabe. Denn ein Aufhebungsvertrag gilt erst dann, wenn beide Seiten rechtskräftig zustimmen.

Was Sie soeben lesen, ist für beide Seiten der Verhandlung verfasst. Trennung durch Aufhebungsvertrag: Modalitäten verhandeln weiterlesen

Trennung braucht Einigkeit im Führungsteam

Die Trennung von Mitarbeitern – ob Kündigung oder Aufhebung – gehört zu den Aufgaben für Führungskräfte, die mit hohen Belastungen einher gehen und deren professionelle Umsetzung hohe Anforderungen stellt. Doch oft werden Voraussetzungen nicht erfüllt, um Trennungen schnell, sauber und fair durchzuführen.

Trennung braucht Einigkeit im Führungsteam

Diese Einigkeit muss verhandelt werden. Sie ist keineswegs selbstverständlich. Viele Führungskräfte und Top-Manager meiden Trennung braucht Einigkeit im Führungsteam weiterlesen

Trennungen schnell, sauber und fair

Trennungen gehören zum Miteinander. Im Berufs- wie im Privatleben. In diesem Beitrag geht es um berufliche Trennungen: Wer mit Menschen arbeitet, muss auch mit dem Thema „Abschied“ gut umgehen können. Dies gilt erst recht für Chefs: Wer Führungsverantwortung übernimmt, muss auch Trennungen initiieren und durchführen, Kündigungen aussprechen oder Aufhebungsvereinbarungen verhandeln.

Sie haben Zweifel, ob das Ziel „Trennungen schnell, sauber und fair“ realistisch ist? Sie zweifeln, weil Sie das Gegenteil erlebt, ertragen, erfahren haben?

Trennung schnell, sauber und fair umsetzen – ja, das ist möglich. Und es lohnt sich.

Trennungen schnell, sauber und fair weiterlesen